Deutscher Gewerkschaftsbund

24.04.2017
Landtagswahl NRW

DGB-Oberhausen fordert mehr Chancengleichheit im Bildungssystem

Von der zukünftigen Landesregierung erwartet der DGB- Stadtverbandsvorsitzende Thomas Schicktanz auch für Oberhausen den Einsatz für Chancengleichheit im Bildungssystem. In Oberhausen leben derzeit insgesamt 32.956 Kinder und Jugendliche im Alter bis 18 Jahre. Ihre Bildung hängt noch immer sehr stark von der sozialen Herkunft ihrer Eltern ab. Das muss sich dringend verändern, Bildung sollte für alle Menschen gleichberechtigt zugänglich sein. Die Abschaffung der Studiengebühren war dazu aber nur der erste Schritt in die richtige Richtung.

Thomas Schicktanz: „Gute Bildung und Chancengleichheit bleiben der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft von Kindern und Jugendlichen. Der Bildungserfolg Oberhausener Kinder darf nicht länger mit ihrer sozialen Herkunft verknüpft bleiben. Um dies nachhaltig zu verändern, sollten qualitativ hochwertige Bildungsangebote von der Kita bis zur Hochschule gebührenfrei angeboten werden.“

Insgesamt wird zwar ein höheres Bildungsniveau erreicht, aber die Kluft in der Gesellschaft hat sich hartnäckig verfestigt. Hier muss dringend gegen gesteuert werden. Was bei den Studiengebühren richtig war, muss nach Auffassung des DGB auf andere Bereiche übertragen werden. Und es sind wirksame Konzepte nötig, die geeignet sind, die Qualität unserer Bildungseinrichtungen nachhaltig zu steigern.

Thomas Schicktanz: „Wir brauchen ausreichend hochwertige Kitaplätze, dafür sind mehr Personal und Ressourcen erforderlich. Gleichzeitig müssen Bildungseinrichtungen mit schwierigen sozialen Rahmenbedingungen in Oberhausen besonders unterstützt werden.“

Der DGB fordert insgesamt von der zukünftigen Landesregierung eine vorsorgende Schul-, Bildungs- und Ausbildungspolitik, damit alle Kinder und Jugendlichen mitgenommen werden. Oberhausen hat 486 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und 60.000 Einwohner ohne jegliche Ausbildung.

Thomas Schicktanz: „Die negative Entwicklung bei der dualen Ausbildung in Oberhausen muss umgekehrt werden. Es bedarf einer Steigerung der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe, um diese Jugendlichen zu versorgen. Die künftige Landesregierung werden wir daran messen, ob sie hierfür Anreize schafft, eine Ausbildungsgarantie verankert und eine Ausbildungsumlage einführt!“