Deutscher Gewerkschaftsbund

08.05.2017
Landtagswahl NRW

DGB plädiert für Investitionen in den Wirtschaftsstandort Mülheim

Der DGB- Mülheim wird die zukünftige Landesregierung daran messen, ob sie für die Modernisierung des Wirtschaftsstandortes Investitionsmittel zur Verfügung stellt. DGB- Stadtverbandsvorsitzender Klaus Waschulewski: „Auch in Mülheim bedarf es zusätzlicher Investitionen, unsere starke Industrie und hochentwickelten Dienstleistungen zu halten bzw. anzusiedeln. Wir wollen eine Industrie in Mülheim, die wettbewerbsfähig, flexibel sowie energie- und ressourceneffizient und die in der digitalen Welt angekommen ist. Dabei muss aber natürlich auch gute und fair bezahlte Arbeit für die Beschäftigten möglich sein.“

Die Investitionen im produzierenden Gewerbe sind in den letzten Jahren in Mülheim stärker als in NRW insgesamt zurückgegangen, es müssen daher von der Politik Anreize geschaffen werden, damit wieder mehr investiert wird. Mehr private und öffentliche Investitionen sind Voraussetzung für mehr gute Arbeitsplätze. Klaus Waschulewski: „Die momentane Ausdünnung des öffentlichen Nahverkehrs ist jedenfalls keine Empfehlung um Wirtschaftswachstum zu generieren. Dafür benötigt es öffentliche Investitionen in die Infrastruktur Mülheims, da private Investitionen eng mit diesen öffentlichen Ausgaben zusammenhängen.“

Auch der digitale Wandel in den Mülheimer Betrieben muss so gestaltet werden, dass für die Beschäftigten die Arbeit besser und leichter wird.

Klaus Waschulewski: „Bei der Umsetzung der Digitalisierung im Betrieb ist unser Anliegen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Mülheim am Ende nicht als Verlierer, sondern als Gewinner dastehen.“

Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten müssen im Hinblick auf die Digitalisierung ausgebaut werden, damit alle Beschäftigten mitgenommen werden. Auch die Erwerbschancen für Beschäftigte in mittleren und niedrigen Qualifikationsbereichen müssen gestärkt werden. Gerade für die 40.000 Mülheimer ohne jeden Ausbildungsabschluss müssen Bildungsmöglichkeiten geschaffen werden, um ihnen beim Digitalen Wandel eine neue Perspektive zu geben.

Klaus Waschulewski: „Die Digitalisierung nutzen um zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen und nicht um sie abzubauen. Ein weiterer Schritt, um bis zum Jahr 2020 landesweit in NRW 500.000 und davon in Mülheim rund 4.600 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen.“