Deutscher Gewerkschaftsbund

20.04.2017
Landtagswahl NRW

DGB-Essen: Für einen modernen Wirtschaftsstandort mehr investieren

Der DGB- Essen wird die zukünftige Landesregierung daran messen, ob sie für die Modernisierung des Wirtschaftsstandortes Investitionsmittel zur Verfügung stellt. DGB- Stadtverbandsvorsitzender Dieter Hillebrand: „Auch in Essen bedarf es zusätzlicher Investitionen, unsere Industrie und hochentwickelten Dienstleistungen zu halten bzw. anzusiedeln. Wir wollen eine Industrie in Essen, die wettbewerbsfähig, flexibel sowie energie- und ressourceneffizient und die in der digitalen Welt angekommen ist. Dabei muss aber natürlich auch gute und fair bezahlte Arbeit für die Beschäftigten möglich sein.“

Die Investitionen im produzierenden Gewerbe sind in den letzten Jahren in Essen zwar im Gegensatz zu NRW insgesamt gestiegen, aber sie reichen bei weitem nicht aus. Es müssen daher von der Politik Anreize geschaffen werden, damit mehr investiert wird. Mehr private und öffentliche Investitionen sind Voraussetzung für mehr gute Arbeitsplätze. Dieter Hillebrand: „Der Mangel an bezahlbaren Wohnraum und die momentane öffentliche Diskussion um den öffentlichen Nahverkehrs, ist jedenfalls keine Empfehlung um Wirtschaftswachstum zu generieren. Dafür benötigt es öffentliche Investitionen in die Infrastruktur Essens, da private Investitionen eng mit diesen öffentlichen Ausgaben zusammenhängen.“

Auch der digitale Wandel in den Essener Betrieben muss so gestaltet werden, dass für die Beschäftigten die Arbeit besser und leichter wird. Dieter Hillebrand: „Bei der Umsetzung der Digitalisierung im Betrieb ist es unser Anliegen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Essen am Ende nicht als Verlierer, sondern als Gewinner dastehen.“

Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten müssen im Hinblick auf die Digitalisierung ausgebaut werden, damit alle Beschäftigten mitgenommen werden. Auch die Erwerbschancen für Beschäftigte in mittleren und niedrigen Qualifikationsbereichen müssen gestärkt werden. Gerade für die 158.000 Essener ohne jeden Ausbildungsabschluss müssen Bildungsmöglichkeiten geschaffen werden, um ihnen beim Digitalen Wandel eine neue Perspektive zu geben.

Dieter Hillebrand: „Die Digitalisierung nutzen um zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen und nicht um sie abzubauen. Ein weiterer Schritt, um bis zum Jahr 2020 landesweit in NRW 500.000 und davon in Essen rund 19.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen.“