Deutscher Gewerkschaftsbund

03.04.2017
Landtagswahl NRW

DGB-Mülheim fordert Einsatz für mehr sichere und fair bezahlte Arbeitsplätze

Einsatz für mehr sozialversicherte und unbefristete Arbeitsplätze auch in Mülheim fordert der DGB- Stadtverbandsvorsitzende Klaus Waschulewski von der zukünftigen Landesregierung.

Nach der im Februar veröffentlichten Statistik der Bundesagentur für Arbeit gab es im Juni 2016 in Mülheim 58.815 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Bis zum Jahr 2020 sollte es nach Ansicht des DGB möglich sein, 500.000 NRW- Landesweit und davon rund 4.600 zusätzliche sozialversicherungspflichte Arbeitsplätze in Mülheim zu schaffen. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssten auch in Mülheim vorhandene Potentiale ausgeschöpft werden.

Klaus Waschulewski: „Allein bei einer Umwandlung von nur 10 % der Minijobs in Mülheim sind zusätzlich rund 1.500 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze möglich. Bei einem weiteren vorantreiben der notwenigen Gleichstellung zwischen Mann und Frau in der Arbeitswelt und einer zusätzlichen Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit auf das Bundesniveau würden weitere rund 2.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigungsverhältnisse geschaffen.“

Gegen Lohndumping durch Leiharbeit, Werkverträge und Minijobs muss vorgegangen werden. Die zukünftige Landesregierung muss sich nach Auffassung des DGB dafür einsetzen, dass Minijobs ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig zu stellen sind und auf ein gesetzliches Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit hinwirken. Die Gleichstellung zwischen Mann und Frau muss in der Arbeitswelt weiter vorangetrieben werden. Flexiblere Arbeitszeitmodelle und eine gezielte Frauenförderung sind wichtige Schritte hin zu mehr Gleichberechtigung.

Der DGB spricht sich für die Schaffung eines zusätzlichen sozialen Arbeitsmarktes in Mülheim aus, der unbefristete Beschäftigung ermöglichen soll. Klaus Waschulewski: "In Mülheim leben derzeit über 3.600 Langzeitarbeitslose. Ein sozialer Arbeitsmarkt kann diesen Menschen über dauerhafte, unbefristete Beschäftigung wieder eine Perspektive geben."

 


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