Deutscher Gewerkschaftsbund

14.04.2017
Landtagswahl NRW

DGB-Oberhausen: Sichere und faire Arbeitsplätze gefordert

Einsatz für mehr sozialversicherte und unbefristete Arbeitsplätze auch in Oberhausen fordert der DGB- Stadtverbandsvorsitzende Thomas Schicktanz von der zukünftigen Landesregierung.

Nach der im Februar veröffentlichten Statistik der Bundesagentur für Arbeit gab es im Juni 2016 in Oberhausen 63.813 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Bis zum Jahr 2020 sollte es nach Ansicht des DGB möglich sein, 500.000 NRW- Landesweit und davon über 5.000 zusätzliche sozialversicherungspflichte Arbeitsplätze in Oberhausen  zu schaffen. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssten auch in Oberhausen vorhandene Potentiale ausgeschöpft werden.

Thomas Schicktanz: „Allein bei einer Umwandlung von nur 10 % der Minijobs in Oberhausen sind zusätzlich rund 1.900 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze möglich. Bei einem weiteren vorantreiben der notwenigen Gleichstellung zwischen Mann und Frau in der Arbeitswelt und einer zusätzlichen Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit auf das Bundesniveau würden weitere rund 3.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigungsverhältnisse geschaffen.“

Gegen Lohndumping durch Leiharbeit, Werkverträge und Minijobs muss vorgegangen werden. Die zukünftige Landesregierung muss sich nach Auffassung des DGB dafür einsetzen, dass Minijobs ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig zu stellen sind und auf ein gesetzliches Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit hinwirken. Die Gleichstellung zwischen Mann und Frau muss in der Arbeitswelt weiter vorangetrieben werden. Flexiblere Arbeitszeitmodelle und eine gezielte Frauenförderung sind wichtige Schritte hin zu mehr Gleichberechtigung.

Der DGB spricht sich für die Schaffung eines zusätzlichen sozialen Arbeitsmarktes in Oberhausen aus, der unbefristete Beschäftigung ermöglichen soll. Thomas Schicktanz: "In Oberhausen leben derzeit fast 5.500 Langzeitarbeitslose. Ein sozialer Arbeitsmarkt kann diesen Menschen über dauerhafte, unbefristete Beschäftigung wieder eine Perspektive geben."