Deutscher Gewerkschaftsbund

07.04.2017
Landtagswahl NRW

DGB-Oberhausen: Ein moderner Wirtschaftsstandort benötigt Investitionen

Der DGB- Oberhausen wird die zukünftige Landesregierung daran messen, ob sie für die Modernisierung des Wirtschaftsstandortes Investitionsmittel zur Verfügung stellt. DGB- Stadtverbandsvorsitzender Thomas Schicktanz: „Auch in Oberhausen bedarf es zusätzlicher Investitionen, unsere starke Industrie und hochentwickelten Dienstleistungen zu halten bzw. anzusiedeln. Wir wollen eine Industrie in Oberhausen, die wettbewerbsfähig, flexibel sowie energie- und ressourceneffizient und die in der digitalen Welt angekommen ist. Dabei muss aber natürlich auch gute und fair bezahlte Arbeit für die Beschäftigten möglich sein.“

Die Investitionen im produzierenden Gewerbe sind in den letzten Jahren in Oberhausen wie in NRW insgesamt zurückgegangen, es müssen daher von der Politik Anreize geschaffen werden, damit wieder mehr investiert wird. Mehr private und öffentliche Investitionen sind Voraussetzung für mehr gute Arbeitsplätze. Thomas Schicktanz: „Die momentane Ausdünnung des öffentlichen Nahverkehrs ist jedenfalls keine Empfehlung um Wirtschaftswachstum zu generieren. Dafür benötigt es öffentliche Investitionen in die Infrastruktur Oberhausens, da private Investitionen eng mit diesen öffentlichen Ausgaben zusammenhängen.“

Auch der digitale Wandel in den Oberhausener Betrieben muss so gestaltet werden, dass für die Beschäftigten die Arbeit besser und leichter wird.

Thomas Schicktanz: „Bei der Umsetzung der Digitalisierung im Betrieb ist es unser Anliegen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Oberhausen am Ende nicht als Verlierer, sondern als Gewinner dastehen.“

Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten müssen im Hinblick auf die Digitalisierung ausgebaut werden, damit alle Beschäftigten mitgenommen werden. Auch die Erwerbschancen für Beschäftigte in mittleren und niedrigen Qualifikationsbereichen müssen gestärkt werden. Gerade für die 60.000 Oberhausener ohne jeden Ausbildungsabschluss müssen Bildungsmöglichkeiten geschaffen werden, um ihnen beim Digitalen Wandel eine neue Perspektive zu geben.

Thomas Schicktanz: „Die Digitalisierung nutzen um zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen und nicht um sie abzubauen. Ein weiterer Schritt, um bis zum Jahr 2020 landesweit in NRW 500.000 und davon in Oberhausen über 5.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen.“