Deutscher Gewerkschaftsbund

22.03.2018

Schwerbehinderte Beschäftigte brauchen auch einen starken Betriebsrat

Felizitas Ißelmann, Schwerbehindertenvertretung der Stadtverwaltung Oberhausen

Felizitas Ißelmann

Nicole Waschulewski DGB-NRW

Gibt es in einem Betrieb keine Schwerbehindertenvertretung ist der Betriebsrat nach dem Betriebsverfassungsgesetz verpflichtet, die Eingliederung schwerbehinderter Menschen und sonstiger besonders schutzbedürftiger Personen einschließlich der Förderung des Abschlusses von Inklusionsvereinbarungen gemäß dem Neunten Sozialgesetzbuch zu fördern.

Der Betriebsrat hat bei Erfüllung dieser Aufgabe das Sozialgesetzbuch IX zu beachten und zu berücksichtigen. Schulungen im Schwerbehindertenrecht sind daher zumindest einem BR-Mitglied zu empfehlen um die besonderen Belange der schwerbehinderten Kolleginnen und Kollegen im Betrieb kennenzulernen und dafür sensibilisiert zu werden.

Ein Betriebsrat hat darüber zu wachen, dass der Arbeitgeber die Rechte der schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Menschen beachtet. Er arbeitet eng mit dem Inklusionsbeauftragten des Arbeitgebers zusammen. Der Betriebsrat wirkt darauf hin, dass schwerbehinderte Menschen eingestellt werden und die gleichen Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung wie nicht behinderte Menschen im Betrieb haben. Er berät den Arbeitgeber über Fördermöglichkeiten zur Einstellung von schwerbehinderten oder gleichgestellten Menschen und für die behindertengerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen und wirkt, bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen, darauf hin, dass eine Schwerbehindertenvertretung im Betrieb gewählt wird.

Ist dann eine Schwerbehindertenvertretung gewählt, arbeitet der Betriebsrat mit ihr vertrauensvoll und eng zusammen, um die Interessen der im Betrieb beschäftigten schwerbehinderten und gleichgestellten Kolleginnen und Kollegen zu vertreten.

Es grüßt Euch herzlich

Felizitas Ißelmann
Schwerbehindertenvertretung
der Stadtverwaltung Oberhausen


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