Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 017-43 - 24.11.2017
25. November

DGB unterstützt Aktionstag „Keine Gewalt gegen Frauen“

DGB fordert ein Ende der weiblichen Genitalverstümmelung

Der Essener DGB weist im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „Keine Gewalt gegen Frauen“ auf die schrecklichen Folgen weiblicher Genitalverstümmelung hin. Angaben von UNICEF (2016) zufolge sind weltweit mehr als 200 Millionen Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Tatsächlich dürften es eher doppelt so viele sein.

Auch in Deutschland sind nach Angaben von „Terres des Femmes“ mehr als 58.000 Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen und mindestens 13.000 gefährdet. Vor diesem Hintergrund fordert der DGB eine Abkehr von dieser menschenverachtenden und frauenfeindlichen Praxis sowie ausreichend spezialisierte Beratungsstellen und psychosoziale Hilfsangebote für Betroffene und Gefährdete, insbesondere für Minderjährige und deren besondere Bedürfnisse.

Weibliche Genitalverstümmelung bezeichnet eine schwere Menschenrechtsverletzung, bei der Teile des weiblichen Genitals abgeschnitten oder verletzt werden. Die Ursachen und Rechtfertigungen dafür sind vielfältig aber allesamt letztlich frauenfeindlich. Genitalverstümmelungen hemmen das Potenzial von Mädchen, indem sie Bildungslosigkeit, Früh- und Vielehen sowie häusliche Gewalt begünstigt und seitens der BefürworterInnen soziale Vorteile wie höheres Brautgeld, soziale Akzeptanz und ästhetische Ideale sowie mythische Wirkungen wie bessere Hygiene, höhere Fruchtbarkeit und ein ausgeglichener Charakter propagiert werden.


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