Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 18-004 - 16.03.2018
Internationaler Frauentag in Oberhausen

DGB: Es bleibt noch viel zu tun!

„Auch 100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts bleibt in puncto Gleichstellung auch in Oberhausen noch viel zu tun“, erklärt Dieter Hillebrand, Geschäftsführer der DGB-Region Mülheim-Essen-Oberhausen, zum Internationalen Frauentag am 8. März.

„Sieht man sich den Anteil an gewählten Frauen (20) im Oberhausener Rat (61) an, so muss man feststellen, dass nur jedes dritte Ratsmandat von einer Frau ausgeübt wird. Ähnlich gering; wie der Anteil der gewählten Ratsmitglieder, fällt die Bilanz im Verwaltungsvorstand der Stadt Oberhausen aus. Hier sind neben dem Oberbürgermeister Daniel Schranz vier männliche und nur zwei weibliche Dezernenten tätig. Zumindest bei der politischen Repräsentation sieht die Bilanz gut aus. Neben dem Oberbürgermeister Schranz gibt es zwei Frauen und einem Mann welche als Bürgermeister_innen tätig sind.“

Aber auch auf dem Oberhausener Arbeitsmarkt ziehen Frauen nach wie vor den Kürzeren, so der DGB. Obgleich die heutige Frauengeneration zu den bestausgebildetsten aller Zeiten gehört, haben sie es noch immer schwer, sich in der Arbeitswelt durchzusetzen. Und beim durchschnittlichen Monatsgehalt klafft nach wie vor eine große Lücke.

So verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen in Oberhausen nach einer Studie des IAB im Durchschnitt rund 2.879 Euro. Bei Männer liegt das Durchschnittseinkommen bei rund 3.349 Euro. Damit bekommen Frauen rund 14,1% weniger Einkommen als Männer.

„Wir vergeuden ein großes Potenzial an Talenten, Leistung und Kreativität, wenn Frauen weiterhin als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt werden“, so Hillebrand. „Unternehmen und Verwaltungen müssen alles daran setzen, Chancengleichheit auch in der Arbeitswelt zu realisieren“.

 


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