Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 017-41 - 30.10.2017

In Mülheim droht fast 9.700 Menschen Armut im Alter

Wenige Tage vor der Bundestagswahl warnt der DGB Stadtverband vor steigender Altersarmut. In Mülheim verdienten Ende vergangenen Jahres 9689 Beschäftigte* (Vollzeit, ohne Auszubildende) weniger als 2.500 Euro brutto im Monat. Ein Bruttoeinkommen oberhalb dieser Grenze ist jedoch notwendig, um nach 40 Beitragsjahren nicht in die Grundsicherung zu fallen.

Klaus Waschulewski, DGB-Vorsitzender in Mülheim: „Wir brauchen dringend zunächst eine Stabilisierung des gesetzlichen Rentenniveaus auf dem heutigen Stand von 48 Prozent. In einem weiteren Schritt muss das Rentenniveau wieder angehoben werden – etwa auf 50 Prozent.“

Nach geltendem Recht soll das sinkende Rentenniveau durch private Altersvorsorge ausgeglichen werden. Der DGB sieht das kritisch, da sich deutlich gezeigt hat, dass zum Beispiel die Riester-Rente gescheitert ist. Deshalb ist nach Ansicht des DGB ein Kurswechsel in der Rentenpolitik dringend notwendig.

Waschulewski: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen am Ende eines jahrzehntelangen Berufslebens für ihre Arbeit immer weniger Rente bekommen. Die Rente muss endlich wieder Schritt halten mit der Entwicklung der Löhne.“

 

* Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigungsstatistik, Stichtag 31.12.2016

 


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