Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 17-001 - 25.01.2017

DGB Stadtverband Oberhausen: Aktuelle Rentenhöhe zwingt zum Umdenken!

Seit dem 1. Januar 2017 erhalten Männer in Oberhausen, die erstmalig in Rente gehen, rund 1139 Euro an monatlicher Rentenzahlung. Damit bewegen sie sich leicht über den Durchschnitt aller männlichen Rentenbezieher in NRW (1.092 Euro).

Die höchsten Zahlungen gibt es in Bottrop (1.219 Euro). Schlusslichter sind Düsseldorf (945 Euro) und Bonn (904 Euro). Diese Zahlen gehen aus dem neuesten DGB Rentenreport für NRW hervor.

Frauen, die zum 1. Januar 2017 erstmalig eine Rente bezogen haben, erhielten dagegen mit durchschnittlich 517 Euro pro Monat wesentlich weniger als die NRW Durchschnittsrente, die bei 575 Euro liegt.

„Allerdings gibt diese aktuelle Zahl keinen Anlass zur Freude, denn die Rente der Frauen liegt nach wie vor weit unter dem Grundsicherungsniveau“ so Thomas Schicktanz, Vorsitzender des DGB Stadtverband Oberhausen.

Die Zahlen im Report belegen, dass das Rentenniveau weiter sinkt. Noch 1990 lag die Rente bei 51,1 % des letzten Verdienstes ohne Sozialabgaben und vor Steuern. 2015 lag sie nur noch bei 47,5 % und sie fällt weiter ab.

„Als Deutscher Gewerkschaftsbund fordern wir daher die Bundesregierung auf, das aktuelle Rentenniveau zu stabilisieren und langfristig wieder zu erhöhen. Denn die Rente muss für ein gutes Leben im Alter reichen“, so Thomas Schicktanz.

Voraussetzung für eine zukunftsfeste Rente ist dabei auch, dass keine zusätzlichen Zahlungen mehr aus der Rentenkasse getätigt werden. Es ist ein Fehler der großen Koalition, dass die sogenannte Mütterrente aus der Rentenkasse finanziert wird. Dadurch entstehen jährlich Kosten von 6,5 Milliarden Euro. Und das, obwohl gar nicht alle Frauen, die nun Mütterrenten erhalten, je in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Bei der Mütterrente handelt es sich um eine Honorierung einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, die systemgerecht alleine aus Steuermitteln finanziert werden sollte.


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