Deutscher Gewerkschaftsbund

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DGB-Stadtverband Mülheim
Der DGB-Vorstand in Mülheim vertritt rund 18.000 organisierte Mitglieder der Gewerkschaften. Klaus Waschulewski ist auf der letzten Delegiertenversammlung 2017 als Vorsitzender wiedergewählt worden. Er hat ein engagiertes Gremium mit Vertretern fast aller DGB-Gewerkschaften zur Seite, welches sich auch zukünftig in arbeitnehmerorientierte Diskussionen vor Ort einmischen wird.

Aktivitäten
Veranstaltungen der Gewerkschaften wie der erste Mai oder der Antikriegstag haben ebenso ihren festen Platz in der Arbeit des Mülheimer DGB wie das Engagement im Bereich der Entwicklung hin zu einer vernetzten Gesellschaft, die sich abzeichnenden Umbrüche am Mülheimer Arbeitsmarkt oder auch die Herausforderungen der aktuellen Flüchtlingsproblematik.

Besetzung des geschäftsführenden DGB-Stadtvorstandes
Klaus Waschulewski, DGB, Vorsitzender
Henrike Eickholt, verdi, stellv. Vorsitzende

weitere Kolleginnen und Kollegen des Stadtvorstandes
Iris Beduhn (IG BCE), Rainer Hamisch (NGG), Peter Müller (IG BAU), Uwe Hellmich (EVG), Dirk Horstkamp (IGM), Irmgard Groß (GEW), Rudi Gerke (DGB-Senioren), René Schwitzgöbel (DGB-Jugend), N.N. (GdP)

 

Klaus Waschulewski

© Nicole Waschulewski, DGB- NRW

Kontakt:
Klaus Waschulewski
c/o DGB-Region Mülheim-Essen-Oberhausen
Teichstr. 4
45127 Essen

0201 - 632 470

klaus.waschulewski@dgb.de

 


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30.07.2012

DGB warnt vor Niedrigrenten und Altersarmut

Vor einer Durchschnittsrente von nur noch 620 Euro warnt der DGB in der Region. Aktuelle Berechnungen des DGB haben ergeben, dass die von der Bundesregierung geplante Senkung des Rentenbeitrags zum Januar 2013 eine Minderung des Rentenniveaus um fast 20 Prozent bis 2030 zur Folge hätte.

Dieter Hillebrand, DGB-Regionsvorsitzender: „Die Rentenpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung ist auf einem völlig falschen Weg. Es muss auf weitere Rentenkürzungen verzichtet werden, um die gesetzliche Rente wieder armutsfest zu machen! Wir brauchen dafür eine nachhaltige Entwicklung der Rentenbeitragssätze: Der Beitragssatz darf daher im Jahr 2013 nicht, wie zurzeit vorgesehen, gesenkt werden. Nur so können wir die finanzielle Situation der heutigen und zukünftigen Rentnerinnen und Rentner wieder verbessern.“

Im Jahr 2011 lagen die Renten im Regierungsbezirk Düsseldorf nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung im Durchschnitt bei lediglich 716 Euro. Hätten wir heute schon das geplante Rentenniveau im Jahr 2030, läge die durchschnittliche Rente hier bei nur noch rund 620 Euro. Nach Daten, die dem DGB vorliegen, muss etwa jeder siebte Beschäftigte im Regierungsbezirk Düsseldorf aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden, unter Hinnahme hoher Abschläge. Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente liegt bei nur noch 600 Euro.

Schon heute gibt es in Oberhausen etwa 2900 Menschen, die auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen sind – 12 Prozent mehr als 2006. In Mülheim sind es etwa 2400 Menschen und damit 33 Prozent mehr als 2006, in Essen beträgt die Zahl ca. 9100 Menschen, das sind 18 Prozent mehr gegenüber 2006.

Die Umsetzung der Rente mit 67 wird die Situation vieler künftiger Rentnerinnen und Rentner noch verschärfen. Heute sind laut Angaben des Statistischen Bundesamtes nur rund 23 Prozent der 60- bis 64-Jährigen in Mülheim sowie jeweils 22 Prozent in Essen und Oberhausen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

09.07.2012
NRW-Personalrätekonferenz in Mülheim

Gute Mitbestimmung - Gute Arbeit

Ein Jahr novelliertes LPVG in NRW

Konferenz

DGB

Mit der Novellierung des LPVG NRW wurden zahlreiche Änderungen, die erst im Jahr 2007 eingeführt wurden, wieder rückgängig gemacht. 

Neue Vorschriften sind hinzugekommen, die mehr Mitbestimmung im öffentlichen Dienst zulassen und neue Handlungsmöglichkeiten für die beteiligten Akteure eröffnen. Zukünftig kann in Dienststellen ein Wirtschaftsausschuss eingerichtet werden; im Wege der prozessbegleitenden Mitbestimmung ist frühere und umfassendere Information und Beteiligung der Personalvertretung möglich. Auch für die Herausforderungen im Zusammenhang mit prekären Beschäftigungsverhältnissen oder Gesundheitsschutz ergeben sich neue Gestaltungsmöglichkeiten. 

Nun liegen erste Erfahrungen in der Umsetzung vor. Anhand praktischer Beispiele aus Dienststellen und fachlicher Inputs durch Experten will die Konferenz in den einzelnen Fachforen Informationen und Handlungshilfen zur effektiven Umsetzung der neuen Bestimmungen geben.

Mülheim

DGB-Jugend Mülheim: Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“

Neofaschismus

VVN

Die DGB-Jugend Mülheim zeigt in Kooperation mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN-BdA) die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“.

Diese wird vom 21. Mai bis zum 8. Juni 2012 in der Heinrich-Töne-Volkshoch-schule der Stadt Mülheim zu sehen sein. Die Eröffnung findet am 24.05.2012 um 15 Uhr unter Mitwirkung der VVN-BdA, der DGB-Region Mülheim-Essen-Oberhausen (MEO) und der Volkshochschule Mülheim statt.

Die Ausstellung informiert über Ideologie und Praxis der extremen Rechten in der jüngeren Vergangenheit und in der Gegenwart Deutschlands. Sie dokumentiert darüber hinaus die Ausbreitung rassistischen und nationalistischen Denkens in Teilen der heutigen deutschen Gesellschaft und benennt Ursachen dafür.

„Gerade vor dem Hintergrund der Provokationen nationalistischer Kräfte in NRW ist es wichtig, das Thema Neofaschismus immer wieder in die Öffentlichkeit zu bringen. Deshalb erhoffen wir uns eine breite Wahrnehmung der Ausstellung in der Bevölkerung“, sagt Dieter Hillebrand, Regionsvorsitzender des DGB in MEO.

Für Schulklassen und andere Gruppen besteht die Möglichkeit einer kostenfreien Führung durch die Ausstellung oder auch Zeitzeugengesprächen im Anschluss (Anmeldung erforderlich). Ebenso ist Unterrichtsmaterial zur Vor- oder Nachbreitung verfügbar. „Insbesondere Schulen erhalten mit dieser Ausstellung die Chance, das aktuelle Thema Rechtsextremismus sehr ansprechend zu vermitteln“, sagt Christian Lorenz, Bildungsreferent der DGB-Jugend MEO.

Weitere Informationen zur Ausstellung sind bei der Heinrich-Töne-Volkshochschule unter 0208/4554314 erhältlich.

Delegiertenversammlung Mülheim 2012

Mülheimer DGB wählt neuen Vorsitzenden

Volker Becker-Nühlen einstimmig gewählt

Leserbrief: Trend zum Minijob hält an

Artikel in der NRZ Mülheim am 01.02.2012

Mit großer Aufmerksamkeit haben wir Ihren Bericht über den Trend zum Minijob verfolgt. Gerne möchten wir einige wichtige Aspekte noch ergänzen:

1.      Seit 2003 hat sich die Anzahl der Minijobber/-innen in Mülheim um 41 % gesteigert. (von 11.749 in 2003 auf 16.588 in 2010)

2.      Fast jede/r fünfte Beschäftigte arbeitet heute im Niedriglohnsektor (unter 9,62 € brutto/ pro Stunde). Überdurchschnittlich von Niedriglöhnen sind insbesondere Minijobber/-innen, Jüngere, gering Qualifizierte, Ausländer/-innen und Frauen betroffen. Lt. einer Untersuchung des Institutes für Arbeit und Qualifikation der Uni Essen/ Duisburg

3.       Minijobber/-innen sind Teilzeitbeschäftigte mit denselben Rechten und Pflichten  wie sozialversicherungspflichtige Beschäftigte.

4.      Minijobber/-innen haben einen Anspruch auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag, Feiertagsvergütung, Erholungsurlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Weihnachts- und Urlaubsgeld (wo es betriebsüblich oder tarifvertraglich gezahlt wird), Kündigungsschutz und Versicherungsschutz bei einem Arbeitsunfall. Die Bezahlung darf jedenfalls nicht 1/3 des branchenüblichen Tariflohns ausmachen, sonst wäre diese wegen Sittenwidrigkeit angreifbar.  

5.      Dort wo Tarifverträge angewandt werden, müssen bei der Bezahlung von Minijobber/-innen die Ausbildung und die Tätigkeitsjahre berücksichtigt werden.

6.      Demnach stehen Minijobber/-innen netto die Tarifvergütung pro Stunde zu, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigte brutto erhalten.

Ein Beispiel aus dem Einzelhandel:

Tariflohn (im 6. Berufsjahr der Tätigkeit)                  13,86 €

Anteilig Urlaubsgeld                                                    0,56 €

Anteilig Sonderzuwendung                                         0,70 €

            Stundenlohn netto                                        15,12 €

            400 € : 15,12 € = 26,45 Stunden pro Monat

Diese Vergütung kann durch die tariflich vereinbarten Spätzuschläge noch erhöht werden, so dass sich die  Einsatzzeit der/des Minijobbers noch weiter verringern kann.

7.      Der Einsatz von Minijobber/-innen rechnet sich für die Arbeitgeber insbesondere dadurch, dass die Vergütung i.d.R. nicht den o.g. Berechnungen entspricht und weil oftmals tarifrechtliche und arbeitsrechtliche Standards unterlaufen werden.  

 

Henrike Greven
Bezirksgeschäftsführerin
ver.di Bezirk Mülheim-Oberhausen

19.10.2011

DGB Mülheim: Gute Argumente für das Tariftreue- und Vergabegesetz NRW

Der DGB in Mülheim unterstützt das von der rot-grünen Landesregierung geplante Tariftreue- und Vergabegesetz. Es soll dafür sorgen, dass bei öffentlichen Aufträgen nach Tarif bezahlt und ein Mindestlohn von 8,62 Euro garantiert wird.

Dieter Hillebrand, DGB-Regionsvorsitzender: "Wer Vollzeit arbeitet, muss von seinem Gehalt auch leben können. Über 130.000 sozialversichert Beschäftigte verdienen in NRW allerdings so wenig, dass sie ergänzend auf "Hartz IV" angewiesen sind. Das Tariftreue- und Vergabegesetz wird derartige Billiglöhne bei öffentlichen Aufträgen nicht mehr zulassen!"

Nicht tarifgebundene Unternehmen zahlen ihren Angestellten in vielen Fällen nur 5 bis 7 Euro. Bei einer 40-Stunden-Woche bedeutet das im schlimmsten Fall einen Bruttolohn von rund 800 Euro monatlich. Das ist bisher teilweise auch bei Firmen, die öffentlich vergebene Aufträge bekommen, der Fall. 2010 mussten die NRW-Kommunen mehr als 210 Millionen Euro für die Wohnkosten dieser "erwerbstätigen Armen" aufbringen. Durch das Tariftreuegesetz würden die öffentlichen Kassen Sozialausgaben sparen, weil die Beschäftigten ihren Lebensunterhalt ohne staatliche Unterstützung bestreiten können. Dieter Hillebrand: "Gerade für Mülheim erhoffen wir uns auch hier einen positiven Effekt für die betroffenen Beschäftigten und natürlich auch für die gebeutelte Stadtkasse."

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