Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 14-021 - 28.11.2014

Der DGB in Essen begrüßt den Beschluss zur Einführung einer Teilhabe-Card

Die Essener Teilhabe-Card ist jetzt in der letzten Stadtratssitzung beschlossen worden und soll ab dem kommenden Jahr an den Start gehen. „Das sich der Rat der Stadt Essen jetzt nach vielen Jahren dazu entschlossen hat eine Teilhabe-Card einzuführen, freut mich sehr und wird ausdrücklich von uns begrüßt“, so Dieter Hillebrand, Vorsitzender des DGB in Essen.

Nach Ansicht des DGB hätte die Politik allerdings, vor allem im Interesse der betroffenen Menschen, einen solchen Beschluss schon einige Jahre vorher verabschieden können. Bereits am 1. Mai 2008 hatten der DGB und die Gewerkschaften die Forderung eines Essener Sozialpass in die gesellschaftspolitische Debatte eingebracht und konsequent weiterverfolgt. Damals bezog jeder 7. Essener Haushalt finanzielle Hilfen und rund jedes dritte Kind in Essen war auf Sozialleistungen angewiesen.

Die Teilhabe-Card wird nach Ansicht des DGB nicht die Armut bekämpfen. Das war auch von Anbeginn der Diskussion nicht die Grundlage. Grundlage war und ist der Umgang mit den betroffenen Menschen. Denn jeder Mensch hat ein Anrecht auf ein würdevolles Umgehen.

Für die rund 115.000 künftigen Nutzer der Teilhabe-Card ergibt sich damit eine spürbare Vereinfachung. „Kein Essener wird mehr mit dem Sozialhilfebescheid am Kassenhäuschen stehen müssen. Wir sind sehr froh und dankbar, dass sich hier etwas für die sozial Benachteiligten tut“, so Dieter Hillebrand. „Klar ist, dass wir auch nach dem Start das Thema weiter begleiten werden, um das Angebot möglichst noch auszubauen“.

 


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