Deutscher Gewerkschaftsbund

21.11.2014
Cubanische Kunst aus dem US-Gefängnis

Ausstellung Antonio Guerrero

»Wie ich gelebt habe, sterbe ich«

Titel Cuba

cubafreundschaft

Von Montag dem 26. Januar an bis zum 12. Februar werden im Essener Gewerkschaftshaus Bilder des Cubaners Antonio Guerrero ausgestellt, eröffnet wird die Ausstellung im Rahmen einer Vernissage am 23. Januar ab 17 Uhr.

Die Begrüßung und Einleitung erfolgt durch den Vorsitzenden des DGB Stadtverband Essen, Dieter Hillebrand und der Leiterin der Außenstelle Bonn der Botschaft der Republik Cuba Anette Chao García  sowie Heinz-W. Hammer, dem Vorsitzenden der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. - Regionalgruppe Essen.

Anschließend startet das Kulturprogramm mit Daniel Rodríguez (Gitarre und Gesang, vertonte Gedichte von Antonio Guerrero) sowie Mischi Steinbrück (Schauspielerin und Kabarettistin, Rezitation).

Nachdem in Cuba aufgrund von Terroranschlägen die von US-amerikanischem Territorium ausgingen viele Tote zu beklagen waren, wurden Anfang der 90er Jahre Kubaner nach Miami gesandt, um weitere Anschläge gegen das Land zu verhindern. Dabei gelang es ihnen, rund 170 Terrorakte aufzudecken und zu verhindern. Die US-Regierung wurde umfassend darüber informiert.

Statt jedoch gegen die Attentäter zu agieren verhaftete das FBI 1998 eine Gruppe Kubanischer Kundschafter, die seitdem als »Miami 5« (so benannt nach dem Ort der Verhaftung) oder »Cuban Five« weltbekannt geworden sind: Gerardo Hernández,  René González, Ramón Labañino, Antonio Guerrero und Fernando González. Sie wurden in einem Schauprozeß zu völlig unverhältnismäßigen Haftstrafen bis zu zwei Mal lebenslänglich verurteilt. Zwei von ihnen, René González und Fernando González haben ihre unrechtmäßige Strafe verbüßt und sind seit Mai 2013 bzw. Februar 2014 zurück in Cuba. Drei von ihnen sind aber immer noch in Haft verblieben.

Gegen dieses Unrecht protestieren weltweit Staatsoberhäupter und Parlamente, UN-Gremien und amnesty international, Kirchenvertreter, Nobelpreisträger und Solidaritätsgruppen. Auch Gewerkschafter fordern weltweit ihre Freilassung; in der Bundesrepublik beispielsweise ver.di.

Mit der Präsentation der Ausstellung der Aquarelle des cubanischen Gefangenen Antonio Guerrero, die zuvor in Bremen und Chemnitz Station gemacht hat, möchten wir der interessierten Öffentlichkeit auch im Ruhrgebiet die Möglichkeit geben, sich sowohl über dessen Kunst als auch über den Fall der Fünf zu informieren.


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