Deutscher Gewerkschaftsbund

31.07.2017

DGB: Die Preiserhöhung für das Sozialticket ist unsozial

Straßenbahn an Haltestelle

DGB

„Der öffentliche Nahverkehr muss für Menschen mit geringem Einkommen weiterhin erschwinglich sein. Eine weitere Preiserhöhung für das Sozialticket lehnen wir daher ab!“

Klaus Waschulewski, Vorsitzender des Mülheimer DGB, kritisiert damit die vom VRR angekündigte Erhöhung der Kosten für das Sozialticket um 2,25 Euro monatlich, welche im Vergleich zu den übrigen Tarifen prozentual die höchste Steigerung ausmachen.

Der DGB hebt hervor, dass das Sozialticket nicht nur für Hartz IV-Empfänger gedacht ist, sondern zu den Berechtigten unter anderem auch jene gehören, die Leistungen für Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung beziehen.

Klaus Waschulewski: „Wenn schon heute die Kosten für das VRR-Sozialticket 35,55 Euro betragen und laut Hartz IV-Regelbedarf der vorgesehene Anteil für den öffentlichen Nahverkehr lediglich bei 25,77 Euro liegt, dann haben wir schon jetzt eine Schieflage die sich zukünftig noch verstärken wird. Dies ist sozialpolitisch nicht gerecht!“

Der DGB schlägt daher vor, dass die aktuelle Preiserhöhung zurückgenommen und die Zuschüsse seitens des Landes zukünftig, um Preissteigerungen abzufangen, dynamisiert werden. Als Referenzgröße eines sozialverträglichen Ticket-Preises kann dann der im Regelsatz für Hartz IV-Empfänger vorgesehene Bedarf angesetzt werden.


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